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Veldenz, Evangelische Pfarrkirche
Auf der Westempore der Evangelischen Pfarrkirche Veldenz errichteten die Gebrüder Stumm im Jahre 1888 eine zweimanualige Orgel im neugotischen Gehäuse.
Der Spieltisch ist vor das Gehäuse gesetzt; somit hat der Organist einen direkten Blickkontakt zum Altar.
Im Jahre 1975 erfolgte eine Restaurierung durch die Orgelbaufirma Gebr. Oberlinger.

Disposition:
I. Manual (C-c''')
Bordun 16'
Principal 8'
Viola di Gamba 8'
Gedackt 8'
Salicional 8'
Flöte 4'
Mixtur 2 2/3'

II. Positiv (C-c''')
Lieblich Gedackt 8'
Flöte 4'
Principal 2'

Pedalwerk (C-c')
Subbaß 16'
Oktavbaß 8'

Koppeln als Fußtritte. Forte. Tutti. Mechanische Kegelladen.
Schön geschnitztes neugotisches Gehäuse mit drei Spitzgiebeln.

CD:
Historische Orgeln im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Bestell-Nummer 21007
Hörbeispiel:
Joh. Seb. Bach (1685-1750), Bearb.: Sigfrid Karg-Elert (1877-1933): "Air célèbre" aus der Orchester-Suite D-dur, BWV 1068
Organistin: Eva Mohr

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Trier, Mutterhaus der Barromäerinnen, "St. Josef"
Die Kirche des von den Barromäerinnen geführten Krankenhauses, allgemein als Mutterhaus bekannt, erhielt 1866 eine zweimanualige Orgel von Breidenfeld mit 27 Registern.
1971 baute die Firma Alfred Führer das jetzige Instrument mit einem von dem damaligen Trierer Baurat und Bistumsarchitekten Alois Peitz entworfenen Prospekt und folgender, von Wolfgang Oehms aufgestellter


Disposition:
I. Hauptwerk (C-g''')
Praestant 8'
Rohrflöte 8'
Oktave 4'
Gedacktflöte 4'
Nasard 2 2/3'
Terz 1 3/5'
Mixtur 5-6f 1 1/3'
Trompete 16'
Trompete 8'

II. Brustwerk (C-g''')
Bleigedackt 8'
Prinzipal 4'
Waldflöte 2'
Glockenton 2f 1 1/7' + 8/9'
Zimbel 3f 1/2'
Regal 8'
- Tremulant -

Pedalwerk(C-f')
Subbaß 16'
Prinzipal 8'
Pommer 8'
Oktave 4'
Rauschpfeife 4f 2 2/3'
Posaune 16'
Trompete 8'

Normalkoppeln. 5 Setzerkombinationen. 1 freie Pedalkombination. Pleno. Schleifladen mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur.
Die Weihe der Orgel erfolgte am 3. März 1971. Bis 1974 fanden an ihr Ersatzkonzerte für die noch nicht fertige Domorgel statt.

CD:
Orgeln der Stadt Trier
Bestell-Nummer 98003
Hörbeispiel:
John Rutter (*1945): Toccata in Seven
Organist: Matthias Balzer


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Trier, Konstantin - Basilika
Die ehemalige römische Kaufhalle und jetzige evangelische Kirche wurde 1856 vom Preußischen König Wilhelm IV. der evangelischen Kirchengemeinde Trier als Gotteshaus zur Verfügung gestellt.
Aus dem gleichen Jahr stammt auch die erste Orgel, die am 28. September 1856 mit der Basilika in Anwesenheit des Preußenkönigs und seiner Gattin eingeweiht wurde. Es war ein mächtiges Werk der Gebr. Uebach in Barmen, aus deren Orgelfabrik später die berühmte Klavierfirma Ibach hervorging. Mit 40 Registern, verteilt auf drei Manuale und Pedal stand es auf einer Empore über dem westlichen Eingang, die auf acht Säulen ruhte und mit einer verhältnismäßigen Tiefe die ganze Breite der Kirche einnahm. Der Prospekt bot mit zwei halbrunden, im antiken Baustil verzierten Türmen, in denen dreißig 32'-Pfeifen standen, einen imposanten Anblick. Mit der Inneneinrichtung fiel auch die Orgel den Auswirkungen des II. Weltkrieges zum Opfer. Nach dem Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren erhielt die Basilika auch wieder eine neue Orgel, die 1962 von der Berliner Orgelbauanstalt Prof. Karl Schuke GmbH hinter dem vorderen Fenster der Ostwand seitlich vom Altar Aufstellung fand. Der Prospekt füllt genau die Fensteröffnung aus und bringt die einzelnen Teilwerke klar zum Ausdruck: in der Mitte übereinander angeordnet Hauptwerk und Oberwerk, rechts und links flankiert von den 16'-Prinzipalen des Pedalwerkes.


Disposition:
I. Hauptwerk (C-g''')
Prinzipal 8'
Rohrflöte 8'
Oktave 4'
Gemshorn 4'
Nasat 2 2/3'
Oktave 2'
Mixtur 6-8f
Scharff 4-6f
Trompete 16'
Spanische Trompeten
horizontal 8' und 4'

II. Oberwerk (C-g''')
Gedackt 8'
Praestant 4'
Gedacktflöte 4'
Feldpfeife 2'
Sesquialtera 2f
Quinte 1 1/3'
Mixtur 5-7f
Cymbel 4f
Fagott 16'
Oboe 8'
- Tremulant -

Pedalwerk (C-f')
Prinzipalbaß 16'
Subbaß 16'
Oktave 8'
Hohlflöte 4'
Nachthorn 2'
Baßaliquot 3f
Hintersatz 5f
Posaune 16'
Trompete 8'
Klairon 4'

Normalkoppeln. 2 freie Kombinationen. Pleno. Tutti.
Schleifladen mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur.

Mit den beeindruckenden Ausmaßen von 27 Metern Breite, 30 Metern Höhe und 67 Metern Länge ist der Innenraum der Basilika in Trier nach dem des römischen Pantheons der größte und großartigste aus römischer Zeit.
Die Wand- und Deckenbeschaffenheit dieses Raumes (grobfugiges Mauerwerk, Holz-Kasten-Decke) führt zu einer ganz besonderen Akustik; aufgrund der Oberflächenstruktur wird der Schall stark absorbiert. Die in großen Räumen mit glatten Wänden sonst üblichen Nachhall-Muster (die Schallreflexionen führen zu einem diffusen, undeutlichen Klangbild) findet man in der Basilika nicht.
Sie besitzt stattdessen eine sehr gute Sprach- und Musikverständlichkeit auch über größere Entfernungen hinweg. So erscheint die Orgel bei den Aufnahmen recht nah, obwohl die Mikrofone gut 20 Meter vom Pfeifenwerk entfernt postiert waren. Erst der Nachhall vermittelt einen Eindruck von der wahren Raumgröße.
Seiner akustischen Umgebung "verdankt" die Orgel der Basilika, daß sie stets deutlich und transparent wahrzunehmen ist, obwohl sie aufgrund ihrer angesichts des Raumvolumens geringen Ausmaße eher als Chororgel zu bezeichnen wäre.
Ein ähnlicher akustischer Charakter ist in kleinerem Stil in der Kirche St.Pallien festzustellen (vgl. Aufnahmen), denn sie verfügt über die gleichen Wand- und Deckenkonstruktionen wie die Basilika.

CD:
Orgeln der Stadt Trier
Bestell-Nummer 98003
Hörbeispiel:
Georgi Alexandrovitch Mushel (1909-1987): Toccata
Organist: Ekkehard Schneck

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Trier, Katholische Welschnonnen - Kirche
Die 1716-1718 für die aus dem französischen Lothringen stammende Kongregation der Augustinerinnen erbaute Klosterkirche erhielt 1722 zunächst eine kleinere Orgel für 300 Ecus, die jedoch bald den Ansprüchen der Nonnen nicht mehr genügte.
So schloß dann die Superiorin M. Charlotte Jaquemin am 10. Juli 1754 einen Neubauvertrag mit den Gebrüdern Stumm für eine Orgel, deren Vorbild das einmanualige Stumm-Positiv sein sollte, das damals im Trierer Dom stand und erstmalig die später oft von den Stumms gebauten, geteilten Schleifen aufwies.
Das ursprünglich einmanualige Werk hatte nach dem Originalvertrag 17 Registerzüge und kam in dem typischen Stumm´schen Gehäuse mit drei Rundtürmen und zwei Harfenfeldern im Prospekt auf die Schwesternempore zu stehen, wo sie sich heute noch befindet.
Es kostete 300 Rthl. sowie freie Unterkunft und Verpflegung für Meister und Gesellen während der Aufstellungszeit. Außerdem durften die Gebrüder Stumm das alte Werk in Zahlung nehmen. Nachdem auch diese Orgel im 19. Jahrhundert Veränderungen im romantischen Zeitgeist erfahren hatte, besann man sich 1957 auf eine Restauration des Instrumentes und schloß einen entsprechenden Vertrag mit der Firma Gebr. Oberlinger. Trägerin des Unternehmens war die Besitzerin, die "Marianische Jünglingskongregation von 1617" und die zu diesem Zweck von den Mitgliedern ins Leben gerufene "Dr.-Heinrich-Chardon-Gedächtnisstiftung".
Da die Orgel ursprünglich nur ein angehängtes Pedal hatte, wurde sie auf Antrag des damaligen Domorganisten Dr. Paul Schuh um ein selbständiges Pedal und ein zweites Manualwerk in Form eines Positivs erweitert. Das nun zum Hauptwerk gewordene alte Werk erhielt unter Verwendung des historischen Pfeifenbestandes wieder die original Disposition, das neue Positiv die Konzeption eines Stumm´schen Echo-Werkes. Gleichzeitig erweiterte man den Pedalumfang bis f', den Manualumfang bis g'''. Räumlich erhielten das neue Manual- und Pedalwerk ihren Platz hinter dem alten Werk. Die Orgel hat jetzt 24 Register mit 1662 Pfeifen.

Disposition:
Hauptwerk (C-g''')
Principal 8'
Hohlpfeif 8'
Flauto traverso ab c' 8'
Principal 4'
Flöte B + D 4'
Quinte 3'
Octave B + D 2'
Terz 1 3/5'
Cornett 4f D ab c'
Mixtur 4f
Trompete B + D 8'
Vox humana B + D 8'
- Tremulant -

Positiv (C-g''')
Gedackt 8'
Rohrflöte 4'
Principal 2'
Quinte 1 1/3'
Cymbel 4f
Krummhorn 8'
- Tremulant -

Pedalwerk (C-f')
Subbass 16'
Octavbass 8'
Gedacktbass 8'
Octavbass 4'
Mixturbass 4f
Posaune 16'

Normalkoppeln. Schleifladen mit mechanischer Traktur. Die Restauration erfolgte nach Plänen von Prof. Dr. Franz Bösken. Die Entwürfe für die Umsetzung des Werkes lieferte Dipl. Ing. Arnold Kopp in Zusammenarbeit mit Bistumskonservator Dr. Alois Thomas. Die Gesamtorganisation leitete P. Peus SJ. Die restaurierte Orgel wurde am 23. März 1958 eingeweiht.

CD:
Orgeln der Stadt Trier
Bestell-Nummer 98003
Hörbeispiel:
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788): Sonate in D-dur, I.Satz: Allegro di molto
Organist: Matthias Balzer

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Trier, Katholische Pfarrkirche "St. Paulin"
Die Orgel von St. Paulin entstand 1747 - 1756 in der Blütezeit des Barock als Gemeinschaftswerk von Balthasar Neumann und Romanus Nollet.
Neumann schuf mit dem Kircheninneren auch den Orgelprospekt nach einem Entwurf von Johannes Seitz und bezog diesen in das herrliche Gesamtbild mit ein, Nollet lieferte das dazugehörige Orgelwerk mit zwei Manualen und Pedal. Schon 1858/59 mußte dieses nach einer Renovierung 1823 durch Franz Stumm einem neuen Pfeifenwerk einschließlich Windladen von H.W. Breidenfeld weichen.
1934 fand ein weiterer gravierender Eingriff durch die Fa. Johannes Klais statt. Sie baute ein drittes Manual als Schwellwerk ein, elektrifizierte die Trakturen und ersetzte die Spielanlage durch einen neuen, dreimanualigen Spieltisch mit elektrischer Steuerung.
Seitdem haben das I. und III. Manual elektrische Schleifladen, das II. Manual mit dem Schwellwerk Kegelladen.
Die Gesamtzahl der Register betrug 42.
1991 wurde die Orgel von derselben Firma erneut umgebaut. Man entfernte den Spieltisch und baute eine neue Spielanlage in die Vorderfront des Gehäuses. Erstes und zweites Manual erhielten mit den Breidenfeldschen Schleifladen von 1858 eine rein mechanische Spiel- und Registertraktur, ebenso das Pedal mit einer neuen Schleiflade. Das Schwellwerk mit der elektrischen Kegellade wurde beibehalten und unter Denkmalschutz gestellt. Die festen Kombinationen für p, f und Tutti entfielen, der Manualumfang wurde auf C - f''' reduziert. Die Orgel hat nun folgende Gestalt:
Gehäuse von Romanus Nollet aus den Jahren 1747 - 1756 nach einem Entwurf von Johannes Seitz und Angaben von Balthasar Neumann. Windladen des Hauptwerkes, Echo und Teile des Pfeifenwerkes von H.W. Breidenfeld aus dem Jahre 1858, Schwellwerk mit Windlade und Teile des Pfeifenwerkes von Hans Klais aus dem Jahre 1934, Windlade des Pedals und Teile des Pfeifenwerkes von Hans Gerd Klais aus dem Jahre 1991.
Gesamtkonzeption und Disposition: Hans Gerd Klais und Dr. Hans-Wolfgang Theobald
Örtliche Bauleitung: Architekt Heinz-Helmut Rotländer

Disposition:
I. Echo (C-f''')
Hohlflöte 8'
Unda maris (ab c) 8'
Principal 4'
Gemshorn 4'
Nasard 2 2/3'
Octave 2'
Terz 1 3/5'
Mixtur 3-4f 1'
Krummhorn 8'
Vox humana (neu) 8'
- Tremulant -

II. Hauptwerk (C-f''')
Bordun 16'
Principal 8'
Salicional 8'
Viola di Gamba 8'
Rohrflöte 8'
Octave 4'
Waldflöte 4'
Flaut doux 4'
Quinte 2 2/3'
Superoctave 2'
Mixtur 3-5f 1 1/3'
(bei c 4f, Oktavrepetition bei g', Quintrepetition und 3f bei g'')
Trompete B+D ( neu) 8'
Clarino (neu) 4'

III. Schwellwerk (C-f'''')
Liebl. Gedackt 16'
Geigenprincipal 8'
Bordunalflöte 8'
Aeoline ab c 8'
Octave 4'
Waldflöte 2'
Progressio 3-4f 2 2/3'
(ab c) 4f
Trompete harm. 8'
- Tremulant -

Pedalwerk (C-f')
Principal 16'
Subbaß 16'
Quintbaß 10 2/3'
Octavbaß 8'
Gedackt 8'
Tenoroctav (neu) 4'
Rauschpfeife 4f 2 2/3'
Bombarde (neu) 16'
Posaune (neu) 8'
Clairon (neu) 4'

Manualkoppeln I-II, III-II. Manualkoppel III - I und Superkoppeln III - II/III - III elektrisch.
Pedalkoppeln I - P/ II - P
Beratung: Prof. Dr. Franz Ronig, Trier; Prof. Dr. Fr. W. Riedel, Mainz;
Domorganist Wolfgang Oehms, Trier
Farbige Fassung: Seidennath & Onnen, Bamberg
Ergänzende Mensuren und technische Konstruktion: Dr. H.-W. Theobald
Intonation: Hans-Günther Habbig

CD:
Orgeln der Stadt Trier
Bestell-Nummer 98003
Hörbeispiel:
Joachim Reidenbach (*1947):
Improvisation über "Singt dem Herrn..."

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Trier, Katholische Pfarrkirche "St. Antonius"
1763-65 baute Romanus Nollet eine Orgel in ein noch älteres Gehäuse. Wegen ständig anfallender Reparaturen wurde sie um 1860 nach Trier-Irsch verkauft, wo sie heute noch steht. 1862 erhielt die Kirche eine neue zweimanualige Orgel von H.W. Breidenfeld mit 22 Registern und mechanischen Schleifladen, die 1900 von einem Werk der Fa. Koulen abgelöst wurde. Nach der Zerstörung dieses Instrumentes durch Bombenangriffe im II. Weltkrieg erhielt St. Antonius nach dem Wiederaufbau 1956 eine Orgel der Fa. Heinrich Rohlfing mit 19 Registern, die sich auf zwei Manuale und Pedal verteilten. Das am 8.12.1956 geweihte Werk hatte eine elektrische Traktur und hing als Schwalbennest an der westlichen Rückwand.
1995 lieferte Reinhart Tzschöckel eine neue Orgel mit folgender

Disposition:
I. Hauptwerk (C-g''')
Bourdon 16'
Prinzipal 8'
Spitzgambe 8'
Rohrgedeckt 8'
Oktave 4'
Gemshorn 4'
Quinte 2 2/3'
Superoktave 2'
Mixtur 4f 1 1/3'
Trompete 8'
- Tremulant -

II. Positiv (C-g''')
Gedackt 8'
Prinzipal 4'
Rohrflöte 4'
Blockflöte 2'
Nasat 2 2/3'
Terz 1 3/5'
Larigot 1 1/3'
Sifflöte 1'
Krummhorn 8'
- Tremulant -

III. Schwellwerk (C-g''')
Geigenprinzipal 8'
Holzflöte 8'
Salizional 8'
Vox coelestis 8'
Traversflöte 4'
Fugara 4'
Doublette 2'
Mixtur 4f 2 2/3'
Basson 16'
Hautbois 8'
Clairon 4'
- Tremulant -

Pedalwerk (C-f')
Prinzipal 16'
Subbaß 16'
Gedecktbaß 8'
Oktave 8'
Choralbaß 4'
Rauschpfeife 2' - 1 1/3' - 1'
Posaune 16'
Trompete 8'

Normalkoppeln. Schleifladen mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur. 2282 Pfeifen.
Die Weihe erfolgte am 17.12.1995 (3. Adventssonntag).

CD:
Orgeln der Stadt Trier
Bestell-Nummer 98003
Hörbeispiel:
Charles-Marie Widor (1844-1937): Toccata in F aus der 5. Symphonie
Organist: Prof. Heinz Wunderlich

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Trier, Katholische Pfarr- und Abteikirche "St. Matthias"
Nach den Aufzeichnungen im Pfarrarchiv von St. Matthias erhielt die im 11. Jahrhundert entstandene Benedektinerabtei bereits unter Abt Peter von Niederweiß (1569 - 1573) eine größere Orgel für den Volksgottesdienst.
Ein noch größeres Werk ließ Abt Johann von Keil (1599 - 1612) "durch einen Meister aus Holland" bauen.
Zweifellos ist hiermit Florentinus Hocque gemeint, der 1590 auch eine Domorgel gebaut hatte.
Die Orgel von Hocque hing "auf dem Docksal über dem Matthiasaltar" und wurde 1699 von Cyrillus Kersch auf die neuerrichtete Empore versetzt. Eine kleinere Orgel zur Begleitung des Chorgesanges befand sich an der Ostwand des südlichen Querschiffes über dem Agathenaltar. Nachdem auch die Abtei St. Matthias 1802 hart von der Säkularisation mitgenommen wurde, baute Breidenfeld 1868 eine neue dreimanualige Orgel mit 34 Registern, die bis 1960 ihre Dienste tat.
Die in diesem Jahre beginnenden Restaurierungsarbeiten in der Abteikirche, die unter anderem den Bau einer neuen Empore mit sich brachten, besiegelten das Schicksal der Breidenfeld-Orgel. Sie wurde abgebrochen und durch ein kleines Stumm-Positiv ersetzt, das die Fa. Gebr. Oberlinger leihweise zur Verfügung stellte.
Am 10.September 1977 konnte dann die jetzige Orgel geweiht werden. Es ist ein Werk der Orgelbauwerkstatt Prof. Karl Schuke GmbH und steht an der Stirnwand des südlichen Querschiffes.

Disposition:
I. Brustpositiv (C-g''')
(mit Türschweller)
Holzgedackt 8'
Holzprincipal 4'
Principal 2'
Quinte 1 1/3'
Oberton 3f 1 3/5'; 1 1/7' + 8/9'
Scharff 4f 2/3'
Vox humana 8'
- Tremulant -

II. Hauptwerk (C-g''')
Pommer 16'
Principal 8'
Spielflöte 8'
Octave 4'
Blockflöte 4'
Octave 2'
Cornett 3f, ab C 2 2/3',
ab c 4', ab c' 8'
Mixtur 6f 2'
Fagott 16'
Feldtrompete 8'

III. Schwellwerk (C-g''')
(mit Jalousieschweller)
Rohrflöte 8'
Gemshorn 8'
Gemshornschwebung (ab c) 8'
Principal 4'
Coppelflöte 4'
Nasat 2 2/3'
Feldpfeife 2'
Terz 1 3/5'
Octave 1'
Mixtur 4-5f 1 1/3'
Dulcian 16'
Hautbois 8'
Clairon 4'
- Tremulant -

Pedalwerk (C-f')
Untersatz 32'
Principal 16'
Subbaß 16'
Octavbaß 8'
Gedacktbaß 8'
Hohlflöte 8'
Rauschpfeife 4f 4'
Posaune 16'
Trompete 8'

Mechanische Koppeln: I - II, I - P, II - P
Elektrische Koppeln: III - I, III - II, III - P, III/4' P.
Betätigung durch Wippen und Fußpistons.
3 feste Kombinationen.
4 Setzer-Kombinationen.
2 Setzer-Kombinationen Pedal.
Zungen-Generalabsteller.
8 Zungen-Einzelabsteller.

CD:
Orgeln der Stadt Trier
Bestell-Nummer 98003
Hörbeispiel:
Alfred Müller (*1955): Symphonie "Maria Dich lieben" als Improvisation - Finale
Organist: Alfred Müller

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Trier, Jesuitenkirche
Da große Bestände an Archivalien, vor allem Rechnungen, in den Wirren vergangener Jahrhunderte verbrannten oder auf andere Art verlorengingen, gibt es über die ersten Orgeln nur spärliche Aussagen. So können wir nur vermuten, daß die Franziskaner (ca. 1223 - 1570) bereits eine Orgel hatten, denn W. Deuser schreibt: "Schon die Minoriten scheinen an der Westseite eine hölzerne Orgelbühne gebaut zu haben, was man aus der Art des Westabschlusses der Kirche entnehmen darf..."1
Mit Sicherheit hatten die Jesuiten (1570 - 1773) eine Orgel, von der es heißt, daß sie über dem Eingang auf dem Musikchor stand und "ziemlich ansehnlich war"2. Näheres über das Instrument und den Erbauer wird jedoch nicht gesagt. 1794 wurde von den Franzosen mit dem Kircheninneren auch die Orgel geplündert und zerstört3.
Als nach jahrelanger Zweckentfremdung die Kirche den Katholiken zurückgegeben wurde und 1805 das Seminar wieder eingezogen war, wurde mit der Ausstattung 1806 auch wieder eine kleine Orgel angeschafft.4 Sie tat ihre Dienste bis ca. 1857 auch für die Protestanten, da laut Erlaß von Minister Altenstein die Seminarkirche für den evangelischen Militär- und Zivilgottesdienst zur Verfügung gestellt werden mußte.5
1857 ging die Kirche wieder an das Seminar über und wurde bis 1860 umfassend restauriert. Anschließend baute H.W. Breidenfeld 1861 ein neues zweimanualiges Werk mit 27 Registern und mechanischen Schleifladen. Es hatte seinen Standort auf dem rechten Seitenchore. 6
Nach den Zerstörungen im II. Weltkrieg und dem anschließenden Wiederaufbau lieferte die Firma E. Sebald 1956 eine neue, zweimanualige Orgel mit 24 Registern und elektrischen Schleifladen, die wiederum ihre Aufstellung auf der Empore über der rechten Seitenwand erhielt und von einem freistehenden Spieltisch im Kirchenraum aus gespielt wurde. Im Zuge der Kirchenrestauration wurde dieses Instrument Anfang der 90er Jahre nach Rittersdorf verkauft und bei Klais eine neue Orgel in Auftrag gegeben, die am 28. Mai 1995 eingeweiht wurde.
Sie steht wieder an historischer Stelle auf einer eigens errichteten Empore über dem Westportal der Kirche. Ganz bewußt nimmt das Orgelgehäuse die konkaven Formen der gotischen Gewölbe und Maßwerke auf, wobei die selbständige Aufstellung der einzelnen Teilwerke in asymmetrischer Anordnung (Pedal links, Hauptwerk rechts mit der Spielanlage im Sockel, das Rückpositiv inmitten der Emporenbrüstung) auf die Asymmetrie zwischen Westfenster und Gewölbe antwortet. Das von Reinhard Heß in den 50er Jahren gestaltete Rückfenster wird dabei umspielt, nicht aber gänzlich verdeckt. Die farbliche Fassung von Orgel und Empore gliedert den Komplex in vornehmer Zurückhaltung in den gesamten Kirchenraum ein.

Disposition:
I. Rückpositiv (C-g''')
Hohlpfeife 8'
Flaut travers 8'
Praestant 4'
Rohrflöte 4'
Nasard 2 2/3'
Waldflöte 2'
Terz 1 3/5'
Larigot 1 1/3'
Scharff 3f
Cromorne 8'
- Tremulant -

II. Hauptwerk (C-g''')
Bordun 16'
Praestant 8'
Rohrflöte 8'
Salicional 8'
Octave 4'
Blockflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Superoctave 2'
Mixtur 4f
Cornet 4f
Trompete 8'

Pedalwerk (C-f')
Subbaß 16'
Principalbaß 8'
Gemshorn 8'
Tenoroctave 4'
Posaune 16'
Trompete 8'

Normalkoppeln. Schleifladen mit mechanischer Spiel- und Registertraktur. 64-fache Setzerkombination (8 Generalkombinationen A-H und 8 Gruppenschaltungen 1-8). Die Orgel hat insgesamt 1709 Pfeifen.

CD:
Orgeln der Stadt Trier
Bestell-Nummer 98003
Hörbeispiel:
Gottfried August Ritter (1811-1885): Sonate Nr. 1 d-moll
Organist: Alfred Müller

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Trier, Heilig-Kreuz-Pfarrkirche
Die erste Orgel war ein zweimanualiges Werk der Firma Eduard Sebald aus dem Jahre 1963 mit 31 Registern, verteilt auf Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal sowie elektrischen Schleifladen. 1991 wurde ein neues Instrument bei der Firma Siegfried Sauer aus Höxter-Ottbergen in Auftrag gegeben, das am 26. März 1995 eingeweiht werden konnte.

Disposition:
I. Hauptwerk (C-g''')
Rohrbordun 16'
Prinzipal 8'
Hohlflöte 8'
Gamba 8'
Oktave 4'
Rohrflöte 4'
Cornett 4f 4'
Quinte 2 2/3'
Superoktave 2'
Mixtur 5f 2'
Trompete 16'
Trompete 8'
Tremulant -

I. Schwellwerk (C-g''')*
Holzflöte 8'
Salicional 8'
Vox coelestis 8'
Bleigedackt 8'
Nachthorn 4'
Prinzipal 4'
Nasard 2 2/3'
Quarte 2'
Terz 1 3/5'
Fourniture 5f 1 1/3'
Oktävlein 1'
Basson 16'
Trompette harmonique 8'
Hautbois 8'
Vox humana 8'
Clairon 4'
- Tremulant -

Pedalwerk (C-f')
Subbaß 16'
Prinzipalbaß 16'
Gedackt 8'
Oktavbaß 8'
Choralbaß 4'
Holzposaune 16'
Trompete 8'
Zink 4'

Normalkoppeln. Schleifladen mit mechanischer Spiel- und Registertraktur.
Disposition: Burkhard Pütz und Siegfried Sauer in Zusammenarbeit mit
Peter Hunecke und Johannes Falke (Fa. Sauer).
Gehäuseentwurf: Dipl.Ing. Wilhelm Jungherz in Zusammenarbeit mit der
Firma Sauer
*Schwellwerk ist für Glockenspiel und Zimbelstern vorbereitet.

CD:
Orgeln der Stadt Trier
Bestell-Nummer 98003
Hörbeispiel:
Carl Hoyer (1891-1936): Variationen "O laufet, Ihr Hirten", op. 33
Organist: Burkhard Pütz

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Trier, Domkirche St. Peter - Hauptorgel
Natürlicher Verschleiß, vor allem aber die Auswirkungen des II. Weltkrieges machten die Domorgel von 1908 im Laufe der Jahrzehnte nahezu unbrauchbar. Vor allem der Bombenangriff vom 14. August 1944 zog Dom und Orgel schwer in Mitleidenschaft. Nach langjährigen, umfangreichen Sanierungs- und Restaurationsarbeiten im Dom konnte schließlich im Jahre 1970 die Planung einer neuen Orgel begonnen werden.
Die Entscheidung fiel nach allseitigen Erwägungen und akustischen Versuchen zugunsten einer "Schwalbennestorgel" und zwar an der Stelle, wo bis 1837 die früheren Domorgeln ihren Platz hatten. Die Orgel selbst ist ein Instrument der Bonner Orgelbauwerkstatt Johannes Klais, die sie nach den Prinzipien des klassischen Orgelbaues konstruiert hat. In einem dem Barock hervorragend nachempfundenen Gehäuse erhebt sie sich in fünf Stockwerken in einer Breite von 8 m und einer Höhe von 16 m als äußerliches Schmuckstück. Die verschiedenen Rundtürme im Prospekt kennzeichnen die vier übereinanderliegenden Teilwerke: Rückpositiv, Brust-, Schwell- und Hauptwerk in der Mitte, rechts und links flankiert von den mächtigen Seitentürmen des Pedalwerkes.
In dem sich nach unten verjüngenden Orgelfuß ist die elektrische Registersteuerung und eine Symbolfigur des griechischen Hirtengottes Pan untergebracht, der auf einen Hebeldruck des Organisten hin erscheint und seine Panflöte erklingen läßt.Die vom Domorganisten Wolfgang Oehms aufgestellte Disposition ist so angelegt, daß Orgelmusik aller Stilepochen bis hin zur Avantgarde interpretiert werden kann. Der Spieltisch mit vier Klaviaturen und den für 67 Register, zehn Koppeln, vier Tremulanten und weiteren technischen Einrichtungen notwendigen Zügen befindet sich sozusagen inmitten der Orgel.
Ein elektronischer Lochkartenleser erleichtert das Vorprogrammieren und Registrieren der Orgel; 3 Fernsehmonitore, die neben dem Spieltisch installiert sind, informierenüber das Geschehen im Bereich der Altarinsel. Die Weihe erfolgte mit der des Domes am 1.Mai 1974.

Disposition:
erbaut 1974 von Johannes Klais Orgelbau, Bonn

II. Hauptwerk (C-c'''')
Praestant 16'
Principal 8'
Hohlflöte 8'
Gemshorn 8'
Quinte 5 1/3'
Octave 4'
Nachthorn 4'
Terz 3 1/5'
Quinte 2 2/3'
Superoctav 2'
Cornett 5f
Mixtur 5f
Cymbel 3f
Trompete 16'
Trompete 8'
Trompete 4'

I. Rückpositiv (C-c'''')
Praestant 8'
Quintade 8'
Gedackt 8'
Principal 4'
Rohrflöte 4'
Octave 2'
Waldflöte 2'
Larigot 1 1/3'
Sesquialter 2f
Scharff 4f
Glockencymbal 2f
Dulcian 16'
Cromorne 8'

III. Brustwerk (C-c'''')
Rohrflöte 8'
Praestant 4'
Blockflöte 4'
Nasard 2 2/3'
Doublette 2'
Terz 1 3/5'
Sifflet 1'
Acuta 4f
Oberton 3f
Hautbois 8'
Vox humana 8'

IV. Schwellwerk (C-c'''')
Bordun 16'
Principal 8'
Lochgedackt 8'
Gamba 8'
Unda maris 8'
Octave 4'
Flute octaviante 4'
Salicional 4'
Flageolett 2'
Fourniture 6f
Cor anglais 16'
Trompete 8'
Clairon 4'

Pedalwerk (C-g')
Untersatz 32'
Principal 16'
Subbaß 16'
Octave 8'
Spielpfeife 8'
Superoctave 4'
Flöte 4'
Hintersatz 5f
Aliqoutbaß 4f
Piffaro 2f
Bombarde 32'
Posaune 16'
Trompete 8'
Schalmey 4'

Technische Ausstattung:
Koppeln: RP-HW, BW-HW, SW-HW, BW-RP, SW-RP, SW-BW, RP-P, BW-P, SW-P
Tremulanten: RP, BW, SW, P
Nebenregister: 25 Röhren-Glocken im Hauptwerk.
Windauslaßventile für HW und SW
Tastenarretierung für HW
Elektronische Setzerkombinationen
Spieltraktur mechanisch; Koppeln und Register elektrisch;
Betätigung der beiden Schweller mechanisch
Gehäusegestaltung: Bildhauer Hillebrand und Heiermann.
Farbliche Gestaltung: Maler Breiling
Disposition: Wolfgang Oehms.

Die Zahl der in Handarbeit gefertigten Pfeifen, deren schwerste, das große C, zweieinhalb Zentner wiegt, beträgt 5602.

CD:
Orgeln der Stadt Trier
Bestell-Nummer 98003
Hörbeispiel:
Zoltán Kodály (1882-1967): Tänze aus Galanta, Bearb.: Josef Still
Organist: Josef Still

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